So funktioniert die Themenrecherche fuer dein Content-Marketing

Themenrecherche für Content-Marketing: So geht’s am besten

Hier alle Schritte für deine Themenrecherche im Überblick:

Wir haben hier für dich den ultimativen Guide für gute Content-Marketing-Inhalte zusammengestellt.

Nur was heißt hier gute Inhalte?

Gute Inhalte im Content-Marketing sind Inhalte, die deine Zielgruppe ganz ehrlich und wahrhaftig interessieren.

Damit du deine Zielgruppe mit Content-Marketing erreichen kannst, zeigen wir dir in diesem Beitrag, wo du die Themen findest, die deine Zielgruppe wirklich sehen mag.

Bitte merke dir immer: Themen sind dann relevant, wenn sie von deiner Zielgruppe gefragt sind. Lass dich nicht dazu verleiten, Themen als relevant einzustufen, nur weil sie bei dir gerade aktuell sind. Du musst die Aktualität durch die Nähe zur Zielgruppe herstellen und genau das zeigen wir in diesem Blogartikel.

Die gute Nachricht: Die interessantesten Themen hast du meist bereits. Sie liegen nur noch ungeordnet in E-Mails, Verkaufsgesprächen und Notizzetteln herum. Es fehlt das System, kein Thema geht verloren.

Und wie du dieses System aufbaust, erklären wir dir jetzt – offline und online, mit klassischen Tools und mit KI:

Und wie du nach diesen Themen suchst, erklären wir dir jetzt:

Über Inhalte, die deine Zielgruppe wirklich interessieren

1. Hör deinen Kunden zu: offline Themen finden

Bevor wir in irgendein Tool gehen: Die besten Content-Ideen stecken bereits in deinem Alltag. Du musst sie nur einmal bewusst aufschreiben.

Denk mal an die letzten Wochen: Welche Fragen haben dir Kundinnen gestellt – per E-Mail, im Erstgespräch, im Support? Welche Einwände kommen in Verkaufsgesprächen immer wieder? Was wissen neue Kundinnen beim Onboarding noch nicht?

Diese Quellen sind Gold wert für deine Themenrecherche:

  • E-Mails und Support-Tickets: Sie zeigen dir, was Menschen beschäftigt, nachdem sie schon mit dir zusammenarbeiten bzw. in der Phase der Anbahnung. Das sind oft die allerpraktischsten Themen.
  • Verkaufsgespräche und Einwände: Sie verraten dir schon vor dem Kauf, was potenzielle Kundinnen noch zögern lässt.
  • Bewertungen auf Google, Trustpilot oder ähnlichen Plattformen: Sie liefern dir ungefilterte Rückmeldungen, die du direkt als Content-Ideen übersetzen kannst.

Nimm dir einfach mal 15 Minuten, öffne ein leeres Dokument und schreibe die häufigsten Fragen auf, die deine Kundinnen immer stellen. Zunächst ohne Sortierung, ohne Bewertung. Einfach raus damit. 

Und wenn du ein Team hast: Frag auch deine Kolleginnen aus Sales und Support. Die wissen aus erster Hand, was Kundinnen wirklich bewegt.

2. Google Suggest & People Also Ask

Dank Google Suggest bzw. Google Autocomplete kannst du dir die häufigsten Suchanfragen anderer Nutzer anschauen. So kannst du schnell nachprüfen, ob ein Thema, das du im Kopf hast, tatsächlich relevant ist.

So funktioniert die Themenrecherche mit Google:

  1. Gib ein Schlagwort, das dein Thema beschreibt, einfach in die Google-Suchmaske ein.
  2. Drücke NICHT gleich Enter!
  3. Schau dir dann die Liste an Vorschlägen an, die du von Google direkt bekommst.
  4. Überlege, welche sich als Thema für einen Post oder eine Newsletter-Aussendung eignen könnten.

Probiere Varianten: Keyword + Buchstabe (a, b, c, …) für noch mehr Ideen.

Die Vorschläge aus Google Suggest sind als Inspiration zu sehen. Sie liefern dir eine Möglichkeit bei der Themenrecherche, die du noch mit anderen kombinieren solltest.

Noch hilfreicher ist die Box Nutzer fragen auch (auch bekannt als People Also Ask), die Google direkt in den Suchergebnissen anzeigt.

Hier siehst du, welche verwandten Fragen Menschen rund um dein Thema stellen. Das Clevere daran: Jede Frage, die du aufklappst, lädt neue Fragen nach – ein schier endloser Ideengenerator, der dir direkt zeigt, was deine Zielgruppe beschäftigt. Und das auch noch völlig kostenlos.

3. AlsoAsked: der Fragenbaum aus Google-Anfragen

AlsoAsked ist stand heute unser klarer Favorit unter den Fragen-Tools, dicht gefolgt von AnswerSokrates

Du gibst ein Keyword ein und siehst sofort bekommst du ganze Fragen-Cluster, die aus echten Google-Suchanfragen generiert werden. Aus einer Hauptfrage entstehen Unterfragen, aus diesen wieder neue. Plötzlich hast du nicht nur ein Thema, sondern eine ganze Themenlandschaft vor dir.

So funktioniert die Themenrecherche mit AlsoAsked:

  1. Gehe auf alsoasked.com und gib dein Kernthema ein.
  2. Wähle die passende Sprache und Region (z.B. Deutsch/Österreich).
  3. Schau dir den Fragenbaum an: Jede Verzweigung ist ein potenzielles Content-Thema.
  4. Exportiere die Ergebnisse und füge sie in deine Themensammlung ein.

Mit jedem Klick auf das Plus unter einer Frage, startest du die Suche zu eben dieser erneut.

Die Vorschläge aus AlsoAsked basieren direkt auf Google-Daten und somit auf echten Suchanfragen echter Menschen. 

4. Auch gratis, aber nicht umsonst: Social-Media-Gruppen

Für diesen Schritt musst du dir ein bisschen Zeit einplanen: Du solltest in Gruppen und themenrelevanten Beiträgen nämlich alle Kommentare durchforsten. Es dauert zwar ein bisschen länger, aber es lohnt sich wirklich. So erfährst du aus erster Hand, welche Themen und Fragen deine Zielgruppe beschäftigen.

In dem Zuge kannst du außerdem gleich neue Gruppen recherchieren, die für dich und deinen Online-Unternehmensauftritt interessant sein könnten. Versuche aber nicht nur Gruppen beizutreten, in denen du dein Angebot verkaufen kannst. Suche Gruppen, in denen du dein Netzwerk erweitern kannst und dich als Experte positionieren, indem du unverbindlich Ratschläge gibst.

Wichtig: Immer DEINE Zielgruppe im Auge behalten und nicht vom Thema abschweifen.

Diese Social-Media-Plattformen eignen sich besonders gut für die Themenrecherche:

In Facebook- und LinkedIn-Gruppen und Kommentaren findest du Diskussionen aus erster Hand. such nach Fragen (Tipp: Fragezeichen in der Suche). Reddit ist eine Fundgrube f00fcr ehrliche, ungefilterte Meinungen.

Wichtig: Behalte immer DEINE Zielgruppe im Auge und schweifte nicht vom Thema ab. Und tritt Gruppen nicht nur bei, um zu verkaufen – bring dich als Expertin ein, beantworte Fragen, baue Vertrauen auf.

5. Suche nach Kommentaren und Einträgen in Foren

Hier kommt schon wieder Google ins Spiel. Du solltest auch relevanten Forumsbeiträge von verschiedenen Seiten nach relevanten Themen durchsuchen.

Das müssen nicht immer einschlägige Fach-Foren sein. Das können zum Beispiel Zeitungsartikel sein, die zu deinem Thema passen oder Foren, die einfach im entfernteren Sinn etwas damit zu tun haben.

Wichtig ist dann aber, dass die Fragen, die du dort findest, sich auf dein Thema beziehen.

6. Lass dir von KI-Tools helfen

So verwendest du ChatGPT, Claude, Perplexity & Google Gemini für deine Themenrecherche

KI-Tools sind mittlerweile aus der Themenrecherche nicht mehr wegzudenken. Aber, du solltest sie richtig einsetzen. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Tool, sondern im Prompt.

Hier ein kurzer Überblick, welches Tool für welchen Zweck am stärksten ist:

ChatGPT für deine Themenrecherche verwenden

ChatGPT eignet sich hervorragend für die erste Ideensammlung:

Gib deine Zielgruppe und dein Thema ein und lass dir 15–20 Content-Ideen generieren, sortiert nach häufig gefragt, emotional und praktisch umsetzbar.

Auch für die Erstellung eines ersten Content-Kalenders aus einer Liste von Themen ist ChatGPT sehr stark.

Claude für deine Themenrecherche verwenden

Claude überzeugt vor allem dann, wenn es ums Strukturieren geht:

  • Ideen clustern,
  • Themen in Formate übersetzen,
  • Redaktionspläne als Tabelle ausgeben

Wer schon Themen gesammelt hat und daraus konkrete Posts machen möchte, ist hier sehr gut aufgehoben.

Perplexity für deine Themenrecherche verwenden

Perplexity kombiniert Websuche und KI-Antwort in einem Schritt und gibt dabei immer Quellenangaben mit.

Das macht es ideal für Trendrecherche: Was diskutiert meine Branche gerade? Welche Fragen stellen Menschen auf Reddit und in Foren?

Perplexity liefert aktuelle Antworten mit Links zu den Originalquellen.

Google Gemini für deine Themenrecherche verwenden

Gemini hat einen besonderen Trumpf: die Deep-Research-Funktion, die automatisch hunderte Quellen analysiert und daraus einen strukturierten, zitierten Bericht erstellt.

Wer zusätzlich Google Workspace nutzt, kann Gemini sogar auf die eigenen E-Mails und Drive-Dokumente loslassen und bekommt so Themenideen direkt aus dem eigenen Kundenalltag.

Und was machst du dann mit den ganzen Themen?

Themen clustern & in den Redaktionsplan überführen

Schritt 1: Ideen sammeln:

Alle Ideen ohne Bewertung in ein Dokument – Notion, Google Sheets, Excel, egal was. Hauptsache, nichts geht verloren.

Schritt 2: Kategorien erstellen:

Ordne deine Ideen in Themengruppen ein, zum Beispiel: Grundlagenwissen, häufige Fehler, Behind the Scenes, Kundenstimmen, Trends & News, persönliche Einblicke. So siehst du auf einen Blick, ob du eine gute Mischung hast – oder ob du immer nur über ein und dasselbe schreibst.

Schritt 3: Priorisieren und terminieren:

Welche Themen sind zeitlos (Evergreen-Content, den du jederzeit veröffentlichen kannst)? Welche haben einen saisonalen Bezug und sollten zu einem bestimmten Zeitpunkt erscheinen? Welche sind gerade besonders aktuell und sollten vorgezogen werden?

Und das Allerwichtigste: Nach welchen Themen fragt deine Zielgruppe dauernd?

Damit deine Recherche nicht umsonst war und die vielen neuen und relevanten Themen nicht im Winde verwehen, solltest du sie in einen Redaktionsplan eintragen.

So kannst du sicher gehen, dass sie auch wirklich für deine Zielgruppe aufbereitet werden. Außerdem behältst du den Überblick, welche Themen noch offen sind und wann im Jahr sie am besten veröffentlicht werden können. Und du kannst dich und ein Team besser koordinieren.

Wie man so einen Redaktionsplan genau erstellt, haben wir dir in einem anderen Beitrag in 7 einfachen Schritten zusammengefasst. Hier findest du ihn: Redaktionsplan erstellen: So geht’s in 7 Schritten

Nur Mut zur Recherche!

Du siehst, es ist keine Zauberei, die passenden Themen für dein Content-Marketing zu finden. Du musst dir nur einmal die Mühe machen.

Ich persönlich finde solch eine Recherche ja immer ganz lustig, weil es einfach spannend ist. Und du wirst sehen: Sobald du Themen behandelst, die die Menschen wirklich interessieren, macht es richtig Spaß weiter Content zu erstellen. Du trittst in echten Austausch mit deiner Zielgruppe und baust gegenseitiges Vertrauen auf – das kann dir keiner mehr wegnehmen.

Auf diesem Weg wünschen wir dir viel, viel Spaß bei der Recherche. So findest du den Draht zu den Menschen in deiner Zielgruppe.

Wir freuen uns, von dir zu hören,
Nina & Gert von wiasano

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Hinweis zur gendergerechten Sprache

Der Einfachheit zuliebe wird so manches Opfer erbracht, wie so häufig der Verzicht auf die weibliche Form. Wir wollen an diesen alten Mustern aber nicht festhalten. Denn – wo bleibt denn dann bitte der Fortschritt?

Leider gibt es aber im deutschen Sprachgebrauch keine einheitliche Vorgehensweise. Noch nicht einmal der Duden hält eine klare Empfehlung für einheitliches Gendern bereit.

Sprache ist etwas lebendiges, das die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt. Das wollen wir auch und haben uns auf unserem Blog – im Sinne einer gestalterischen Freiheit – für das generische Femininum entschieden. Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass beide Geschlechter gleichermaßen damit gemeint sind.

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